Der Stanley Cup

Der Stanley Cup ist das ultimative Ziel aller Mannschaften in der NHL. Er ist das, was die Meisterschale in der Bundesliga ist und wird am Ende jeder Saison an den Sieger der Play-Offs vergeben. Der Name jedes Spielers, der mindestens an 41 Vorrundenspielen teilgenommen hat auf dem Weg zum Sieg in der Liga, wird auf der Trophäe eingraviert, sowie die Namen weiterer Offizieller des Vereins, wie Trainer oder Spielleiter. Damit ist der Stanley Cup eine von zwei Trophäen, auf der die Namen der Spieler verewigt werden.

In der Geschichte der NHL wurde der Stanley Cup nur zweimal nicht vergeben: das erste Mal 1919, als die spanische Grippe Millionen Todesopfer forderte, sowie 2005, als ein Lockout erstmals die komplette Spielzeit einer ganzen Saison andauerte.

Was ist ein Lockout?

Unter einem Lockout versteht man eine Art Streik. Die Gehälter und Vertragsgegenstände der Spieler werden durch eine Spielergewerkschaft und Repräsentanten des jeweiligen Spielers festgelegt. Hier wird zum Beispiel auch über eine Gehaltsobergrenze entschieden. Werden sich die Parteien bei der Vertragsverhandlung nicht einig, kann eine der Parteien in den Streik gehen und so einen Lockout auslösen. In der Saison 1994/95 war einer der ersten Lockouts, der die Saison auf 48 Spiele reduzierte und damit mehr als die Hälfte der Spielzeit fraß. Die europäischen Ligen profitierten davon jedoch sehr, da viele der NHL Spieler für die Zeit des Lockdowns in einem europäischen Club spielten.

Die Geschichte des Stanley Cups

Die Trophäe an und für sich gibt es seit 1892. Sie wurde von einem britischen Silberschmied in Sheffield im Vereinigten Königreich geschmiedet und vom britischen Generalgouverneur Frederik Stanley, Baron Stanley of Preston nach Kanada mitgebracht und dem Eishockeysport gestiftet. Seitdem wurde er jedes Jahr verliehen – anfangs an die beste Amateurmannschaft Kanadas. Als die NHL als einziger Spielbetrieb übrig geblieben war, ging der Cup an die beste Mannschaft der NHL.

Da die Spielernamen immer in die Ringe eingraviert werden, mussten relativ schnell neue Ringe angebaut werden. Dies war am Originalpokal aus Sheffield leider nicht möglich, weshalb eine Kopie angefertigt wurde, die bis heute an den Sieger der National Hockey League vergeben wird.

Sobald bei dieser Kopie ein Ring mit Namen voll ist, wird er abgenommen und in der Eishockey Hall of Fame ausgestellt.

Zusätzlich zur Gravur auf dem Stanley Cup erhält jeder der Spieler des siegreichen Teams einen speziellen Stanley Cup-Ring, der dem Siegerring des Super Bowl beim American Football ähnelt. Der Ring geht an alle Spieler, Trainer und Mannschaftszugehörige, unabhängig davon, ob sie das Soll von 41 Spielen in der Vorrunde erreicht haben. Die Ringe werden nicht von der Liga selbst bezahlt und verliehen, sondern vom jeweiligen Siegerteam beauftragt, bezahlt und vergeben. So sieht jeder Siegerring anders aus, viele sind auch als Sammlerstücke unter Eishockey-Fans sehr begehrt.

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