Eishockey: Wie das Spiel funktioniert

Vor allem in Deutschland führt es noch ein bisschen ein Schattendasein, in den USA ist es neben Baseball und American Football eine der beliebtesten Sportarten und in Kanada ist ein Leben ohne gar nicht mehr denkbar. Aber auch in osteuropäischen Ländern, in Russland und in den kälteren Regionen Asiens ist der Sport Grund für Jubel und internationale Erfolge. Die Rede ist natürlich vom kanadischen Nationalsport: Eishockey.

Wie funktioniert Eishockey?

Denkt man an Eishockey, denkt man zunächst an bullige Männer mit ausgeschlagenen Zähnen , die Helme mit Gitter vor dem Gesicht tragen, gepolstert sind wie ein American -ootball-Spieler und mit einem Affenzahn über das Eis flitzen, immer einer schwarzen Scheibe aus Hartplastik hinterher. Es gibt Zusammenstöße, spektakuläre Fouls und den ein oder anderen Faustkampf. Was genau sind die Regeln bei diesem scheinbar anarchischen Ereignis auf dem Eis? Wann zählt ein Angriff als Foul? Und warum werden Schlägereien auf dem Eis von den Schiedsrichtern scheinbar geduldet?

Die Regeln

Beim Eishockey spielen immer je sechs Spieler gegeneinander. Einer davon steht im Tor, die anderen fünf spielen als Feldspieler um den Puk. Der Puk ist der „Spielball“, der mithilfe des Schlägers am Torwart vorbei in das gegnerische Tor bugsiert wird.

Ein Spiel ist aufgeteilt in drei Drittel zu je zwanzig Minuten, geht also insgesamt eine Stunde ohne Verlängerung. Dazu kommen fünfzehn, achtzehn oder zwanzig Minuten Pause nach jedem Drittel. Bei Regelverstößen und Spielunterbrechungen wird die Uhr angehalten. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Spiel zwei bis drei Stunden andauert.

Das Spielfeld ist immer etwa sechzig Meter lang und dreißig Meter breit, mit etwas Platz hinter den Toren. So ist es Spielern möglich, auch von hinter dem Tor einen Angriff vorzubereiten – eine Möglichkeit, die es in den meisten Mannschaftssportarten nicht gibt.

Insgesamt darf jedes Team maximal 22 Spieler haben, davon zwei Torwarte und zwanzig Feldspieler. Wechsel der Spieler sind nicht nur, wie im Fußball, in Spielunterbrechungen möglich, sondern können auch fliegend im Spiel erfolgen. Dadurch entsteht konstant eine neue Dynamik, der sich das gegnerische Team anpassen muss. In Sonderfällen kann der Torwart ebenfalls gegen einen Feldspieler ausgetauscht werden, sodass ein Team kurzzeitig mit sechs Feldspielern um ein Tor kämpfen kann.

Das Besondere an den Regeln ist jedoch nicht das, was darin steht, sondern die Tatsache, dass die Regeln alle vier Jahre überarbeitet und neu aufgelegt werden. Dabei ändert sich natürlich nicht alles – die Anzahl der Spieler, die Größe des Feldes und des Tores, sowie die Größe der Teams bleiben im Normalfall unberührt. Es kann aber durchaus sein, dass Besonderheiten im Spielablauf eingeführt oder gestrichen werden, oder dass bestimmte Ausrüstungsgegenstände erlaubt oder nicht mehr erlaubt sind. Die Entscheidungen darüber werden von einem internationalen Komitee getroffen und allgemein anerkannt.

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